Zwei Wochen schleppten sie sich mit einem Kinderwagen von Glatz bis nach Berlin
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Ernst Birke wurde am 7. September 1935 in Trautenau (Trutnov) geboren, er verbrachte seine Kindheit jedoch in Braunau (Broumov) in Ostböhmen. Sein Vater Ernst Birke studierte Kunstpädagogik und unterrichtete an Oberschulen, seine Mutter Elisabeth Birke, geborene Martinetz, starb jung. Sein Vater heiratete dann Margot Birke und drei Schwestern wurden geboren. Im Jahr 1941 begann er die deutsche Schule in Braunau. Im Herbst 1944 wurde sein Vater zur Wehrmacht eingezogen und war in Norddeutschland stationiert. Ernst Birke erlebte den Einmarsch der sowjetischen Armee in Braunau; bei ihnen zu Hause quartierten sich etwa zehn Soldaten ein. Ende Mai kehrte der Vater nach Hause zurück, wurde verhaftet und in sowjetische Gefangenschaft nach Kursk geschickt. Im Juli 1945 musste er mit seiner Stiefmutter und seinen Schwestern die Wohnung verlassen; unter Bewachung gingen sie zu Fuß nach Tuntschendorf (heute Tlumaczów) an der Grenze zu Polen. Sie gingen zu Fuß von Glatz (Kladsko) bis nach Berlin zu den Eltern seiner Stiefmutter. In Berlin überstanden sie einen eisigen Winter, und er begann die Oberschule. 1949 kehrte sein Vater zurück, und die ganze Familie zog dann nach Westdeutschland in die Nähe von Stuttgart. Er studierte an den Universitäten in Tübingen und Wien. Er trat in die deutsche Armee ein und war an verschiedenen Orten in der BRD stationiert. Er heiratete und mit seiner Frau bekam er drei Kinder. Erst nach 1989 besuchte er Braunau. Im Jahr 2001 überreichte er dem Präsidenten Václav Havel das Heimatbuch des Braunauer Heimatkreises. Viele Jahre lang war er Vorsitzender des Heimatkreises Braunau/Sudetenland e.V. Im Jahr 2016 erhielt er die Gedenkurkunde der Stadt Braunau. Im Jahr 2001 verdiente er sich um die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags zwischen den Städten Braunau und Forchheim, das zugleich die Patenstadt des Heimatkreises ist. Im Jahr 2025 lebte er in Schongau in Bayern.